Kategorie-Archiv: AdWords für Fortgeschrittene

Mehr Platz – mehr Chancen?

 

Shot Er. Textanzeigen

Schon seit geraumer Zeit sind sie im Umlauf; jetzt hat Google nochmal erinnert:

Ende Januar schlägt das letzte Stündlein für Standard-Textanzeigen. Die letzten Monate über konnte man noch regelmäßig switchen zwischen alten und neuen, erweiterten Anzeigen.

Alle, die bisher zu bequem waren, sich schon wieder mit etwas Neuem anzufreunden, sollten sich jetzt also langsam einen Ruck geben.

Was ändert sich?

  • Das System stellt mehr Platz zur Verfügung: Statt 25 Zeichen für die Überschrift und 2 x 35 für den Text lassen sich jetzt 30 und sogar 80 Zeichen nutzen.
  • Die Domain wird automatisch extrahiert und Mobilgeräte können nicht mehr bevorzugt ansteuert werden.

Ob die neuen wirklich so chancenreich sind? Angeblich sollen sich mit geeigneten Texten, der richtigen Ausarbeitung des USP und sinnvollen CTA Klickraten bis zu 20% steigern lassen.

So ganz unter uns: Kunden, in deren Konto ich einen Blick werfen durfte, waren schon froh, überhaupt eine positive Zahl links vom Komma zu sehen. Potenzial gäbe es also reichlich – so oder so.

Schock am Mittag.

Seit Jahr und Tag predige ich, dass AdWords auch (oder: vor allem!) für kleine Budgets das Werbemittel der Wahl sind.

Und was höre ich Kollegen zwitschern? Möglicherweise ist der Keyword Planer demnächst nur noch in vollem Umfang nutzbar, wenn ein monatliches Mindestbudget investiert wird. Nachzulesen beispielweise in diesem Beitrag von Internetworld. Na, besten Dank erstmal …

Die Rechten sind weg.

Nein, diese Äußerung ist ganz und gar unpolitisch gemeint. Und entspricht auch nicht der Realität, wie der gestrige Sonntag gezeigt hat.

Wer mehr als zweimal jährlich seine Kampagnen optimiert, wird es schon gemerkt haben: Die Anzeigen auf der rechten Seite sind verschwunden. Vorbei sind die Zeiten, in denen man zum Schnäppchenpreis auf Platz 7 noch die eine oder andere Conversion mitnehmen konnte. Der Wind wird rauer, die vorderen Plätze mehr umkämpft.

Ihre Gedanken hierzu macht sich auch Karin Zeillinger diesem Beitrag.

Conversion heißt ….

… dass am Ende von Zeit- und Mitteleinsatz ein gewünschtes Ergebnis steht.

Eine deutsche Übersetzung spare ich mir, weil sie manchmal einfach nur lächerlich wirkt 😉

Bevor man Conversions misst, heißt es aber erst mal: Ziele setzen.

Die Frage ist: Welche Conversions möchte man eigentlich messen? Welche Aktionen sind relevant für die Erfolgsanalyse?

Ein paar Überlegungen hierzu, und warum zuviele Ziele sogar schaden, liest man in diesem sehr schönen Beitrag von Ben Harmanus auf projecter.de ..

AdWords: Bei Anruf Umsatz.

Telefon 04122015

Jede Berufsgruppe hat ihre Besonderheiten und speziellen Bedürfnisse auf Kundenseite.

Schön, dass es deshalb auch gefühlte 5 Millionen Möglichkeiten bei AdWords gibt.

Was Branchen unterscheidet: Die Häufigkeit des telefonischen Erstkontakts. Ärzte, Blumenversand und Pizzaservice werden sicher häufiger vom Smartphone aus bemüht als Steuerberater oder Architekten. Das ruft im wahrsten Sinne des Wortes nach Anruferweiterungen.

Der Vorteil: Eine Telefonnummer wird direkt in der Anzeige eingeblendet. Der Interessent klickt und löst damit einen Anruf aus. Sehr praktisch für Smartphone & Co. Abgerechnet wird wie bei einem normalen Klick auf die Anzeige, sofern man keine Weiterleitungs-Nummer aktiviert hat.

Im Gegensatz zu Anzeigen in zerfledderten Lesezirkeln beim Arzt, über deren Effektivität man nur mutmaßen kann, erfährt man hier zeitnah und exakt, in welcher Kampagne welches Keyword wann wieviel Umsatz generiert hat, vorausgesetzt, man lässt eine dynamische Weiterleitungs-Nummer von Google erstellen, hat Conversion-Tracking installiert und wertet die Anrufe entsprechend aus. Da lacht dann das Controller-Herz.

„Denkmodus an“, heißt aber auch hier die Devise.

Denn neben Anruferweiterungen im Rahmen der Sitelinks ist seit einiger Zeit auch der Kampagnen-Typ „Call-only“ möglich. Dabei kann ein Interessent per Klick anrufen, aber nicht mehr auf die Website durchklicken. Das macht natürlich eher weniger Sinn, wenn man in einer Branche unterwegs ist, die vor dem Erstkontakt ein Mindestmaß an Präsentation durch Webinhalte voraussetzt.

Außerdem sollte sichergestellt sein, dass dieser Kampagnentyp nur aktiv ist, wenn am anderen Ende freundliches Personal anzutreffen ist, statt nur ein Anrufbeantworter. Google akzeptiert ihn zwar, potenzielle Kunden oder Mandanten vermutlich nicht 😉

Google selbst schlägt bei „Call-only“-Kampagnen bereits automatisch die Gebotsstrategie „Klicks maximieren“ vor. Warum wohl? Ein Anruf schlägt natürlich mit sehr viel größerer Wertigkeit zu Buche, als ein schnöder Klick eines Surfers, der vielleicht nur aus Neugier mal eben verweilt. Leider fallen die Klickraten hier meist sehr viel geringer aus, als bei herkömmlichen Kampagnen.

Eingerichtet wird das Ganze unter dem Tab „Anzeigenerweiterungen“. Wird die Kampagne neu erstellt, wählt man z.B. „nur Such-Werbenetzwerk“ und findet dann im Fortgang die Wahlmöglichkeit „nur Anruf“, „Apps“, usw.

Wie auch immer: Je nach Ausgangssituation birgt das Thema „Anruf“ gewaltiges Potenzial.

 

 

AdWords: Gewinn mit kleinem Geldbeutel

Akquise mit AdWords

Hatte ich schon erwähnt, dass mir bei AdWords-Werbung besonders die kleinen Budgets am Herzen liegen? Ich fürchte, mehrfach 🙂

Die Bilanz einer Mini-Testkampagne eines halben Tages:

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Umsatz: 120,00 €

Klickkosten: 0,64 € (für diejenigen mit Sehschwäche)

Gewinn: Genau!

Und für die Schreibfaulen: Ja, rechts unten sieht man andeutungsweise die auszuschließenden Keywords: 150. In Worten: Einhundertundfünfzig.

Die Konversionsrate könnte etwas damit zu tun haben. Die guten Texte können es aber auch gewesen sein.

 

Budget nach Bauchgefühl?

Akquise mit AdWords

Akquise mit AdWords

Oder: Optimierung geht anders.

Vor gefühlten 10 Lichtjahren habe ich einer netten Dame mein erstes gebrauchtes Auto abgekauft. Heute erinnere ich mich mit Staunen, dass ich anscheinend so vernünftig war, nach dem Benzinverbrauch zu fragen. Sie sagte damals nämlich: „Weiß ich nicht so genau. Ich tanke immer für 20,00 DM.“ ( – ja, schon etwas länger her, räusper.-)

Drollig, nicht?

Weit weniger drollig finde ich die Tatsache, dass anscheinend sehr viele AdWords-Kunden mit ihrem Budget genau so verfahren. Wieviel kann ich mir gefühlsmäßig heute leisten? Und fast noch schlimmer: Wie oft wird meine Anzeige dann eingeblendet? Ach, doch so oft? Wie schön!

En kleiner Tipp, wie man mit AdWords mit relativ wenig Einsatz zu erfreulich vielen Aufträgen kommt: Rechnen.

Ja, ich weiß. Klingt nicht prickelnd, und den wenigsten macht es Spaß. Aber kleiner Trost vorweg: Das meiste macht das System selbst, sobald es die richtigen Anweisungen erhalten hat.

Eine Überlegung könnte z.B. so aussehen:

– 50 Interessenten klicken auf meine Anzeige, 10 davon kaufen Produkt xy in meinem Shop.

Mein Klickpreis beträgt max. 0,50 €, meine Conversionskosten betragen also 25,00 €.

Mit einer Bestellung verdiene ich 100,00 €, pro Conversion also 75,00 €.

Ergo: Wenn ich 1,00 € pro Klick zahlen würde, läge mein Verdienst pro Conversion nur noch bei 50,00 €.

Mal ehrlich: Es gibt doch Schlimmeres, als Gewinn zu machen, oder?

Das Ganze lässt sich natürlich analog für jede Dienstleistung anwenden und den durchschnittlichen Verdienst pro Kunde resp. Auftrag.

Gerne helfe ich beim Nachdenken 🙂

 

 

 

 

 

Spalten im Suchtrichter

Wer in den letzten Wochen nicht ganz so regelmäßig seine Conversions beobachtet hat, hat sie möglicherweise noch gar nicht vermisst: Die Spalten „vorbereitende Klicks und Impressionen, vorbereitende Impressionen / letzte Klicks“  sind seit Frühjahr nicht mehr in den Reports aufgeführt.

Der Suchtrichter nennt sich jetzt „Zuordnung“, und die entsprechenden Spalten können händisch hinzugefügt werden.

Dem Wettbewerb voraus: Kompetitive Anzeigenposition

Ein Thema für jeden AdWords-Werber- ungeachtet des Budgets, ungeachtet der Kampagnengröße: Wie zeige ich dem Wettbewerb die lange Nase?

Generell darf man sich hier nochmals das AdWords-Prinzip vor Augen führen: Es werden Anzeigenplätze versteigert. Das heißt in der Praxis: Spendabel sein, oder das Zusammenspiel von Texten und Keywords optimieren. Im Idealfall beides 🙂

Wer erfolgreich werben will, sollte sein Wettbewerbsumfeld kennen. In diesem Fall kann man durchaus eine clevere Abkürzung hin zu guten Zahlen wählen, die da heißt:

Kompetitive Anzeigenposition.

Das Prinzip, etwas vereinfacht: Wer Google verrät, mit wem er sich messen möchte, kann seine Gebote so einstellen, dass die eigenen Anzeigen oberhalb der Konkurrenz eingeblendet werden.

Details hierzu finden sich in der AdWords-Hilfe.

Durchblick im Klickdschungel

SL Wannie

Warnung:

Scheinbar trockene Materie –  Dieser Beitrag könnte aber die AdWords-Bilanz drastisch verbessern  und für schnellen Durchblick in Sachen Analytics sorgen 🙂

Sobald das persönliche Analytics-Dashboard erst mal steht, darf die Spannung steigen, und der regelmäßige Blick auf`s Konto birgt sicher so manche Überraschung.

Die beliebtesten Berichte sind auf jeden Fall einen Klick wert: Besucherübersicht, Besucherquellen mit Daten zu Keywords, Medium sowie Standorte der Besucher. Absprungraten sind wichtig, sollten aber nicht ohne Zusammenhang interpretiert werden.

Wer ansonsten anfangs nur Bahnhof versteht kann hier nochmal kurz die kleinen, feinen Unterschiede in Datenansichten und Statistiken nachlesen:

Gleich vorweg: Klicks und Besuche heißt: Äpfel mit Birnen vergleichen. Denn erstere werden im AdWords-System verzeichnet, letztere in Analytics. Wer sein Analytics-Konto mit seinem AdWords-Konto verknüpft, kann u.a. seine Ziele importieren und Remarketing-Listen managen.

Klicks zeigen an, wie oft eine Anzeige angeklickt wurde.

Besuche gibt die Zahl eindeutiger Sitzungen wieder.

Achtung: Analytics definiert Besuche und Sitzungen, AdWords nur Klicks. Das kann in der Praxis folgendes Szenario ergeben: Ein Besucher, der die Seite innerhalb von 30 Minuten verlässt und danach wiederkehrt, hat eine Sitzung generiert, aber zwei Klicks. Heißt: Mehrere Klicks in AdWords, einer in Analytics. Wundern erlaubt.

Wenn er mehr als 30 Minuten passiv bleibt, beginnt eine neue Sitzung. Wenn er in zwei Wochen wiederkehrt, generiert er einen neuen Besuch, in diesem Fall gleichzusetzen mit einer Sitzung, geht jedoch als der alte Besucher in die Statistik ein. Wenn der Interessent zur schnellen Truppe gehört und binnen 30 Minuten weitersurft auf der Seite, fließt dies in die erste Sitzung mit ein. Ansonsten wird eine neue verzeichnet.

Die Zahl der Sitzungen ist identisch mit eindeutigen Seitenaufrufen, im Laufe derer aber mehrere Seiten der Website mehrmals aufgerufen werden können.

Dies alles klingt vielsagend, darf aber nicht von der wohl wichtigsten Datenkombination überhaupt ablenken: Das Verhältnis von Conversions zu Klickkosten. Denn dieses Ergebnis entscheidet in den meisten Fällen über Erfolg oder Misserfolg der Kampagne. Im Klartext: Hat man Suchmaschinenwerbung einfach nur betrieben, weil`s eben in den Marketing-Mix gehört, spannend klingt oder die betreuende Agentur so nett Zahlen aufhübscht? Oder wurde ein – hoffentlich definiertes- Ziel erreicht? Viel Spaß beim Interpretieren 🙂