Durchblick im Klickdschungel

SL Wannie

Warnung:

Scheinbar trockene Materie –  Dieser Beitrag könnte aber die AdWords-Bilanz drastisch verbessern  und für schnellen Durchblick in Sachen Analytics sorgen 🙂

Sobald das persönliche Analytics-Dashboard erst mal steht, darf die Spannung steigen, und der regelmäßige Blick auf`s Konto birgt sicher so manche Überraschung.

Die beliebtesten Berichte sind auf jeden Fall einen Klick wert: Besucherübersicht, Besucherquellen mit Daten zu Keywords, Medium sowie Standorte der Besucher. Absprungraten sind wichtig, sollten aber nicht ohne Zusammenhang interpretiert werden.

Wer ansonsten anfangs nur Bahnhof versteht kann hier nochmal kurz die kleinen, feinen Unterschiede in Datenansichten und Statistiken nachlesen:

Gleich vorweg: Klicks und Besuche heißt: Äpfel mit Birnen vergleichen. Denn erstere werden im AdWords-System verzeichnet, letztere in Analytics. Wer sein Analytics-Konto mit seinem AdWords-Konto verknüpft, kann u.a. seine Ziele importieren und Remarketing-Listen managen.

Klicks zeigen an, wie oft eine Anzeige angeklickt wurde.

Besuche gibt die Zahl eindeutiger Sitzungen wieder.

Achtung: Analytics definiert Besuche und Sitzungen, AdWords nur Klicks. Das kann in der Praxis folgendes Szenario ergeben: Ein Besucher, der die Seite innerhalb von 30 Minuten verlässt und danach wiederkehrt, hat eine Sitzung generiert, aber zwei Klicks. Heißt: Mehrere Klicks in AdWords, einer in Analytics. Wundern erlaubt.

Wenn er mehr als 30 Minuten passiv bleibt, beginnt eine neue Sitzung. Wenn er in zwei Wochen wiederkehrt, generiert er einen neuen Besuch, in diesem Fall gleichzusetzen mit einer Sitzung, geht jedoch als der alte Besucher in die Statistik ein. Wenn der Interessent zur schnellen Truppe gehört und binnen 30 Minuten weitersurft auf der Seite, fließt dies in die erste Sitzung mit ein. Ansonsten wird eine neue verzeichnet.

Die Zahl der Sitzungen ist identisch mit eindeutigen Seitenaufrufen, im Laufe derer aber mehrere Seiten der Website mehrmals aufgerufen werden können.

Dies alles klingt vielsagend, darf aber nicht von der wohl wichtigsten Datenkombination überhaupt ablenken: Das Verhältnis von Conversions zu Klickkosten. Denn dieses Ergebnis entscheidet in den meisten Fällen über Erfolg oder Misserfolg der Kampagne. Im Klartext: Hat man Suchmaschinenwerbung einfach nur betrieben, weil`s eben in den Marketing-Mix gehört, spannend klingt oder die betreuende Agentur so nett Zahlen aufhübscht? Oder wurde ein – hoffentlich definiertes- Ziel erreicht? Viel Spaß beim Interpretieren 🙂

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